„Mein Team verfügt über viel Potenzial“

Geht mit den VfL-Frauen in die zehnte Saison: Trainer Leszek Krowicki (Foto: Jack)

Beim Robert-Schumann-Turnier sieht Krowicki (56) andere Teams in der Favoritenrolle. Mit einer Bundesliga-Prognose hält er sich zurück.

Frage: Herr Krowicki, das Robert-Schumann-Turnier gilt für Sie als wichtige Standortbestimmung für den Bundesligastart am 7. September gegen Aufsteiger Celle. Was trauen Sie Ihrer Mannschaft zu?


Leszek Krowicki: (lacht) Ich traue meiner Mannschaft immer viel zu. In der Favoritenrolle an diesem Wochenende sehe ich aber andere Teams, etwa unseren Bundesliga-Konkurrenten Buxtehuder SV oder den russischen Europapokal-Gewinner Lada Togliatti. Für uns ist es wichtig, zwei Wochen vor dem Ligastart noch taktische Dinge ausprobieren zu können. Unabhängig vom Gegner werden wir uns deswegen für jedes Spiel eine neue Aufgabe vornehmen. Dennoch wollen wir vor unserem Publikum natürlich so erfolgreich wie möglich abschneiden.

Frage: Und wo sehen Sie aktuell die Stärken und Schwächen Ihrer Mannschaft?

Krowicki: Na ja, wer verrät schon seine Schwächen? Aber es ist schon so, dass wir in dieser Saison über eine sehr unerfahrene Mannschaft verfügen. Sechs neue Spielerinnen müssen integriert werden, die nur wenig oder kaum etwas von der Bundesliga kennen. Andererseits verfügt mein Team über viel Potenzial. Deswegen glaube und hoffe ich auch, dass uns die eine oder andere Überraschung gelingen könnte.

Frage: Was heißt das mit Blick auf den angestrebten Tabellenstand in der Bundesliga?

Krowicki: Ich bin ehrlich gesagt noch etwas überfragt. Wir arbeiten in dieser Zusammensetzung erst seit ein paar Wochen. Da bin ich doch eher vorsichtig mit einer Prognose. So viel allerdings weiß ich ganz sicher: Wir werden weder mit dem Abstieg noch mit der Titelvergabe etwas zu tun haben. Und auch das ist klar: Unser Ziel ist und bleibt eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte.

Frage: Wenn Sie Oldenburg als Meister ausschließen, wer wird dann am Ende ganz oben stehen?

Krowicki: Der Meister Thüringer HC nimmt sicher erneut die Favoritenrolle ein. Ganz oben erwarte ich auch Leipzig und Buxtehude. Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden der Teams aus Metzingen und Bietigheim, die sich beide gut verstärkt haben.

Frage: Sie gehen mit den VfL-Frauen in Ihre zehnte Saison in Oldenburg. Wird dies die schwierigste für Sie werden?

Krowicki: Nein, das glaube ich nicht. Als ich vor zehn Jahren nach Oldenburg kam, hatte der VfL gerade gegen den Abstieg gekämpft. Auch damals galt es, ein neues Team aufzubauen. Wir haben uns in diesem Jahr für einen personellen Umbruch entschieden. Klar ist das nicht einfach, aber ich empfinde dies als eine interessante Aufgabe. Meine Mannschaft ist noch sehr jung. Gemeinsam können wir jetzt viel entwickeln.


Quelle: Otto-Ulrich Bals - www.nwzonline.de/handball/ - 23.08.2014

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